Geheimentwicklung

Hersteller: Audi 100 L
Preis: 15.500 €

  • Baujahr: 1976
  • 4 Zylinder
  • 1.588 ccm
  • 85 PS
  • 160 km/h 

 

Die Geschichte Audi ist eine der undurchdringlichsten der Autoindustrie. August Horch gründete 1910, nachdem er sich mit Partnern bei Horch, ebenfalls von ihm gegründet, zerstritten hatte, die Firma Audi. Sein Sohn übersetzte einfach den Familiennamen Horch ins Lateinische „Audi“. Zuvor 1903 gründete Jørgen Skafte Rasmussen die Fa. Rasmussen & Ernst, aus der 1923 die Zschopauer Motorenwerke hervorgingen, die 1928 mit der Marke DKW zum größten Motorradhersteller der Welt wurden. In der Wirtschaftskrise 1929 fusionierten die Marken DKW, Wanderer, Audi und Horch zur Auto Union, deren vier Ringe an die Ursprünge dieser vier Marken erinnern. 1934 waren die Auto Union nach Opel der größte Autohersteller Deutschlands. Nach dem Zweiten Weltkrieg lagen fast alle Werke der Auto Union in der sowjetischen Zone und viele Produktionsmittel wurden demontiert und als Reparationszahlung in die UdSSR verschickt. In der DDR entwickelten sich aus den Überresten die Automarken Trabant und Wartburg. Ein Teil der Belegschaft der Auto Union setzte sich 1945 nach Westdeutschland ab und begann in Ingolstadt einen Neubeginn. In den 1950er Jahren wurden somit fast identische Fahrzeuge in Ost und West hergestellt. Der marktwirtschaftlich orientierte Westen ermöglichte jedoch eine westlich schnellere Weiterentwicklung der Fahrzeuge als im sozialistisch orientierten Osten. Die neue Auto Union Ingolstadt verzichtete zunächst auf die Wiederbelebung der Marken Wanderer, Audi und Horch und konzentrierte sich lediglich auf die Marke DKW. 1958 übernahm die Daimler-Benz AG die Auto Union, die zu diesem Zeitpunkt ausschließlich Fahrzeuge mit Zweitaktmotor herstellte. Unter der Regie von Daimler wurden die Zweitakttechnik weiter entwickelt und verfeinert, aber man sah das Ende der Zweitaktära kommen und verkaufte die Auto Union 1964 an Volkswagen. Als Mitgift überließ Daimler einen fast fertig entwickelten Viertaktmotor, der als Vielstoffmotor für die Bundeswehr vorgesehen war, der Auto Union. Mit Einverständnis von VW wurde dieser Motor zur Serienreife entwickelt und in den überarbeiteten DKW F 102, den man als neuen Audi herausbrachte, eingebaut. VW wollte die Produktionsanlagen der Auto Union als weitere Montagestandorte für den Käfer haben, wollte daher die Auto Union sterben lassen und untersagte jegliche weitergehende Entwicklungen, ganz gleich ob als DKW oder Audi vermarktet. Dem 1963 von Mercedes zur Auto Union gewechselten Ludwig Kraus ist es nicht nur zu verdanken, das Audi überlebt hat, sondern wahrscheinlich sogar das Überleben des gesamten VW Konzerns. Unter seiner Federführung wurde heimlich, meist nach Feierabend, der neue große Audi C1 entwickelt. Das fertige Auto wurde schließlich dem VW Vorstandsvorsitzenden Heinrich Nordhoff präsentiert. Eine geplante Serie von etwa 100.000 Stück bewegte Nordhoff zur Produktionsfreigabe. Als wenig später der Absatz des VW Käfer einbrach, waren es die Fahrzeuge von Audi, die das Überleben des Konzerns sicherten. 1973 wurde eilends aus dem Audi 80 der erste VW Passat entwickelt und der 1974 vorgestellte Nachfolger der Käfers, der VW Golf, wurde im Wesentlichen über das Know-how von Audi entwickelt.

Dieser Audi 100 C1 wurde am 26.02.1976, also ein halbes Jahr vor der Präsentation des Nachfolgers C2, in der Nähe von Nancy Frankreich erstmals zugelassen. Wir haben die unglaublich gut und völlig original erhaltene Limousine zufällig in Epinal, südwestlich von Straßburg, entdeckt, Zwar ist die originale Betriebsanleitung noch vorhanden, aber zur Historie des Autos gibt es nur Nachweise nach dem letzten Besitzerwechsel in 2001. Der völlig originale Zustand des Autos ist allerdings derart überzeugend, dass es schwer fallen dürfte ein auch nur ähnlich gut erhaltenes Exemplar zu finden. Der erste Lack ist ebenso erhalten wie die gesamte Innenausstattung, die kaum irgendwelche Abnutzungserscheinungen erkennen lässt. Irgendwelche Reparaturen an der Karosserie konnten nirgends entdeckt werden. Als das Auto bei uns ankam haben wir es gründlich untersucht und unser Preis versteht sich inklusive einer Inspektion, ein paar kleinerer Arbeiten, neuer Reifen und natürlich einer neuen Hauptuntersuchung und einem H-Gutachten. All diese Arbeiten sind bereits ausgeführt und das Auto ist sofort verfügbar. Unser Firmeninhaber Dipl.-Ing. Kayser hatte so ein Fahrzeug als Student und sagt, dass dieses Auto in erheblich besserem Zustand ist als sein damaliges Fahrzeug, als es gerade mal acht Jahre alt war. Ein fast unberührter Audi 100 C1.

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